The Last Blast
Im Frühling 2003 fand ein Treffen in einem Strassenmarkt in London statt. Eine Zusammenarbeit zwischen verkrusteten
alten Hippies, zynischen Punks, steinharten Rebellen und einem Haufen von Sonderlingen und Gestrandeten war von vornherein
mehr als vielversprechend... Und nun sind wir fast da. Ziel war ein einmaliges Projekt anzuschieben, den negativen Vorhersagen
zum Trotz und irgendwie entgegen den normalen Mechanismen des Filmgeschäftes: wir haben's geschafft. Während die geballte
Hollywood-Filmmacht mehr Verpackung als Inhalt produziert, glauben wir an das alte Sprichwort: "Man kann ein Stück Scheisse
nicht polieren". Dies ist nun auch der Grund, weshalb wir so stolz sind, etwas Authentisches, in die Tiefe gehendes und
Wertvolles zu präsentieren. Ihr erinnert Euch sicherlich noch an die überlieferten Sprüche der Gladiatoren, wenn sie in die
Arena kamen und den Cäsar mit den Worten begrüssten:
Ave, Caesar, morituri te salutant
(heil Cäsar, die zum Tode Geweihten grüssen Dich)
Nun, wir haben dies etwas verändert und uns als Leitsatz in Stein gemeisselt:
Ave Universum, admitturi nulla excrementa te salutant
(Heil Universum, Die-Keinen-Scheiss-Akzeptieren, wir grüssen Dich)

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Die Idee köchelte fast 30 Jahre. "The Last Blast" ist die Geschichte der Hölle - na ja, zumindest die Geschichte
eines Mädchens mit dem Übernamen "Hell".
Helenka lebt in einem Vorort von Bern, sie könnte aber geradesogut am Rande ihrer eigenen Albträume leben.
Ihre Mutter ist eine hoffnungslose Drogenabhängige und verbringt ihr Leben mit ihrem Freund, einem Kleindealer, unter
der Schublade. Helenkas Vater war nicht sehr lange bei Mutter und Tochter und lebt nun irgendwo in den USA. Helenka hat sich
oft gefragt, wie es wohl wäre, wenn sie ihr Leben in der Schweiz hinter sich lassen und zu ihrem Vater ziehen würde.
Aber es war und blieb ein Wunschdenken, ein Traum.
Helenka hat grosse Probleme, aber nicht mit ihrer Mutter. Neben der offenen Feindschaft mit einer Nazi-Gruppierung, deren
nächtliche Zusammenkunft sie mit einem Feuerzeug, viel verrottetem Abfallfleisch und viel Benzin ausräuchert, geht
bei ihr nichts mehr. Sie ist kurz davor, von der Schule zu fliegen, nicht zuletzt weil sie die Poesielesung des Rektors ins
Lächerliche zieht. Ihr Freund hat eine heimliche Affäre mit ihrer besten Freundin, und Helenkas Welt stürzt
langsam in sich zusammen.
Der Moment der Wahrheit kommt, als ihre Mutter mit einer Überdosis im Krankenhaus stirbt und Hell eine grosse Summe Geld
findet, das ihr ermöglicht, in die USA zu fliegen und ihren Vater zu konfrontieren.

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Helenka taucht vor der Garage ihres Vaters auf, mit nichts anderem als einer Lederjacke und einer Tasche voll Schweizer
Franken. Eddie, der Vater, erlebt den ersten Schock, als er hört, dass Mary, seine Ex-Frau gestorben ist. Er beschliesst
aber, seine Tochter mit auf seine verrückte Motorradreise mitzunehmen, eine Reise, von der er schon lange geträumt
hat und die ihn von Dallas durch den Südwesten der USA bis zum "Burning Man"-Festival in der Wüste Nevada führt.
In dieser Zeit realisieren Vater und Tochter, wie verschieden sie sind. Helenka wuchs mit einer Riesenportion Hardcore-Punk
in härtester Realität und als Folge davon mit dementsprechender Haltung auf, während Eddie immer noch
der alte motorradfahrende Hippie aus den 60er-Jahren blieb. Helenkas herausfordernde und aggressive Art wird bald zum
Knackpunkt für Eddie, was oft bis an die Grenzen des Ertragbaren führt. Während der Reise gesellt sich auch ein
alter Freund Eddies zu ihnen: Grips, der letzten Endes der Verrückteste von allen ist. Helenka zeigt immer wieder,
wie anders und "verdreht" sie ist, wie z.B. der Weckruf an der Gram-Parsons-Zusammenkunft im Joshua Tree Inn Hotel,
eine Bühnenshow an einem Jekami oder ein Rencontre mit Polizeiagenten oder auch ihre Auslegung von Respekt an einer
alten Indianergrabstätte. Einmalige Erlebnisse begleiten die drei; Wüstenszenen, Leben auf einer Ranch und
Schlittenfahren auf Plastikdeckeln vervollständigen den Hauch von Abenteuer. Das "Burning Man"-Festival weist für
Helenka den endgültigen Weg in die Ausgeglichenheit und Unabhängigkeit. Ob Helenka nun diesen Trip überlebt
oder der Trip und der Geist der 60er-Jahre Helenka überlebt, wird sich zeigen.

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Die Idee war ganz einfach: Etwas Einmaliges zu produzieren, etwas, das nicht vom kitschigen Hollywoodabfall gezeichnet ist,
der uns aufdiktiert wird und uns vom Denken abhält. Keine Bullenscheisse, keine Oberflächlichkeit und keine pompöse
Verpackung. Deshalb beschlossen wir, an Originalschauplätzen zu drehen, in den hardcore-Strassen von London, den rauhen
Schweizer Bergen, den Meerarmen an der Küste Schottlands und der unendlichen, flimmernden Weite des Südwestens der USA.
Wie die Schweizer treffend sagen: "'The Last Blast' enthält 'Kei Schissdräck'", aber der Film erzählt eine Geschichte,
die wir alle erzählen wollen. Hätte Hollywood seine gierigen Krallen in dieses Projekt gehauen ... es wäre alles anders
- der glitzernde Nonsens, der dir oft serviert wird, 'füllt' deinen Magen und dein Herz mit einer totalen Leere,
die dich beim Rausgehen verfolgt. The Last Blast verspricht und liefert dir viel viel mehr. Eine Story, die dich packt,
die es wert ist zu fühlen - ein Guerillafilm und eine Filmmusik, die dich wegbläst.
In diesem Film hat es keine "Stars" im Hollywoodstil, aber dafür eine unglaublich zusammengeschweisste Truppe von
Schauspielern/innen, Crew, Motorrädern, Landschaften und Ereignissen, die das Ganze prägen: Rebellion, Freiheit
und eine ansehnliche Portion Humor.
Schau Dir den Film an ... Du hast bisher nocht nichts dergleichen gesehen...
